October 9, 2016

My english is not the yellow of the egg, but it goes.

(Wortwörtliche Übersetzung von: Mein Englisch ist nicht das Gelbe vom Ei, aber es geht). Hab ich gelacht vor dem Kartenständer in jener Papeterie. Noch Stunden später habe ich darüber geschmunzelt. Ich mag Worte und ich mag Wortspiele, auch wenn sie sprachlich nicht das Gelbe vom Ei sind. Und ich habe ein phantasievolles und bildliches Vorstellungsvermögen. So habe ich mir vorgestellt, wie s...

July 25, 2016

Nein, ich konnte nicht wiederstehen. Zu schön war er. So buschig, so viele hellrosa Knospen. Einige noch fest geschlossen, andere halb geöffnet. Einfach perfekt für mein Rosenherz.

Eingepflanzt in einen hohen Tontopf ziert er nun meinen Küchenbalkon. Mein Inneres mahnte schon beim Kauf, dass Rosen dauernd gegen Schädlinge und anderes Schädliche gespritzt werden müssten. In meinem Putzschrank fand ich glücklicherweise dann auch die Sprühflasche...

April 1, 2016

Im Zug. Mein Gegenüber macht sich auf zwei Sitzen breit – wortwörtlich. Eine Tetrapackung wird vor das Fenster gestellt. Das „Nuschen“ in der Reisetasche beginnt.

 

Müesli to go. Einmal Leinsamen und Co. reinschütten. Durch intensives, wiederholtes Schütteln des Behälters weitere beifügen. Rühren. Genüsslich löffeln. Trinken. Dann: Kaugummi reinstecken, kauen, rumdrücken auf Handy inklusive. Ich nerve mich. Nerven? Nerven und ärgern wechseln si...

December 22, 2015

 

 

Entzauberung – der Hauptbegriff des Artikels, den ich gerade im Zug lese. Das grelle Licht der Wissenschaft hat das einst unerklärbar, mystisch Scheinende analysiert und geklärt.

 

Auch vor dem menschlichen Gehirn macht die wissenschaftliche Lampe nicht Halt. Um Hochkomplexes kurz und einfach zu halten: Alles ein Zusammenspiel chemischer Reaktionen. Rational erklärbar. Entzaubert. Und dann denke ich daran, wie ich vor ein paar Tagen vor den Re...

December 9, 2015

 

 

Neulich ist mir eingefallen, dass ich vor Jahren mit einem Freund regelmässig über „es chlises Fröideli“ gelacht habe. Wie die Bezeichnung „es chlises Fröideli“ entstanden ist, weiss ich nicht mehr. Ich weiss bloss, dass sie die Bezeichnung war, um sich selber etwas Gutes zu tun.

 

Eine Tasse Kaffee und die Wärme, wenn ich sie mit beiden Händen halte. Ein paar Minuten, um die Tageszeitung zu durchstöbern. Die Wohltat, meine kalten Füsse gegen...

October 16, 2015

 

Vor einiger Zeit wurde ich gebeten, in einem christlichen Wochenmagazin über ein Bibelwort zu schreiben, das mir viel bedeutet.

 

Darum sorget nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat. Matthäus 6,34

 

Kernig drückt Luther aus, dass jeder Tag seine Plage habe. Und es stimmt, jeder Tag bringt seine Herausforderungen, Fragen, Lasten. Das Bibelwort mahnt mich das zu tun...

July 18, 2015

Samstagmorgen. Keine Termine. Marsch entlang eines Flusslaufes. Genug. Genug? Seit Wochen begleitet mich dieses Wort.

 

Über die Jahre habe ich mir die Gewohnheit angeeignet, über einzelne Worte beim Marschieren nachzudenken. Ich schaue sie an, drehe sie, wende sie, lasse sie einen Purzelbaum schlagen und kaue auf ihnen herum, wie auf einem zähen Stück Rindfleisch. Genug. Nein, nicht das Genug wie Essen und das Dach über dem Kopf, die Selbstver...