Lehrer Rosenstock

July 25, 2016

 

 

Nein, ich konnte nicht wiederstehen. Zu schön war er. So buschig, so viele hellrosa Knospen. Einige noch fest geschlossen, andere halb geöffnet. Einfach perfekt für mein Rosenherz.

 

Eingepflanzt in einen hohen Tontopf ziert er nun meinen Küchenbalkon. Mein Inneres mahnte schon beim Kauf, dass Rosen dauernd gegen Schädlinge und anderes Schädliche gespritzt werden müssten. In meinem Putzschrank fand ich glücklicherweise dann auch die Sprühflasche mit dem entsprechenden Aufdruck. Tage der unbeschwerten Rosenstockfreude folgten. Dann entdeckte ich eines Tages am Ende einer Knospe etwas kleines Grünes – wegsehen und verdrängen. Doch hat sich dieses kleine Grüne Weg in meine Gedanken gebahnt und ist dort weitergekrabbelt. Was, wenn ich den beginnenden Schaden einfach ignoriere? Die Läuse werden sich vermehren – aus Laus gibt’s schnell Läuschen und wieder Lausläuschens, das ist gewiss. Wenn ich sofort etwas dagegen unternehme, dann besteht die Chance, dass die blöden Viecher von meinen schönen Rosen lassen.

 

Die Moral der Geschicht? Wehret den Anfängen. Was die meist banalen Anfänge sind, soll und darf jederfrau und jedermann selber definieren. 

 

 

 

 

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